Rasierapparate werden für die Rasur von Bart- und / oder Körperbehaarung verwendet. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen elektrischen oder batteriebetriebenen Geräten, den Rasierapparaten, und Geräten, die nicht elektrisch betrieben werden. Auch wenn es sich dabei nicht um “Apparate” im eigentlichen Wortsinne handelt, so werden diese Rasierer heute durchaus im gängigen Sprachgebrauch als Rasierapparate bezeichnet. Rasierapparate bestehen aus einer meist ergonomisch vorgeformten Einheit, die in der Hand gehalten wird, und die bei elektrischen Geräten das Bedienfeld enthält. Auf der Halterung aufgesetzt ist der Teil, der eine oder mehrere Klingen enthält. Diese Teile werden meist als Scherköpfe bezeichnet.

Wer benutzt Rasierapparate?

Rasierapparate werden von erwachsenen oder jugendlichen Personen dazu genutzt, die Bart- oder Körperbehaarung in Form zu bringen oder gänzlich zu entfernen. Diesen Vorgang nennt man die Rasur. Längst ist die Rasur jedoch keine rein männliche Domäne mehr. Auch Damen verfügen über Körperbehaarung, die entfernt werden möchte.  Entsprechend der verschiedenen Körperregionen und ihrer anatomischen Besonderheiten wurden unterschiedliche Rasierapparate für die verschiedensten Aufgaben entwickelt. Eine Übersicht über diese Arten von Rasierapparaten finden Sie in diesem Text. Eine unsaubere Rasur erweckt zudem den Eindruck von Ungepflegtheit. Deshalb sollte man Wert auf eine gut und präzise ausgeführte Rasur legen, die mit einem qualitativ hochwertigen Rasierapparat einfacher zu bewerkstelligen ist. Die Investition in den Rasierapparat ist hier eine Investition in das eigene gepflegte Erscheinungsbild.

Sollte man bei der Anschaffung eines Rasierapparates sparen?

Nein, das sollte man besser nicht. Denn ein Rasierapparat ist ein Präzisionsgerät, das man darüber hinaus täglich oder fast täglich benutzt. Arbeitet es also nicht einwandfrei und zuverlässig, so ärgert man sich permanent darüber. Deshalb empfiehlt es sich, bei der Anschaffung eines Rasierapparates gleich in ein etwas höherpreisiges Markengerät zu investieren. Auch die Wartung und Pflege sind bei Markengeräten meist einfacher. Sie funktionieren nicht nur zuverlässiger, sondern lassen sich auch bequem auseinander- und wieder zusammenbauen, ohne Ermüdungserscheinungen aufzuweisen.

Die hygienischen Aspekte der Rasur

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurden in Deutschland fast ausschließlich Bärte und Beinbehaarung rasiert. Inzwischen hat aber eine Trendwende in der Gesellschaft stattgefunden, und die Rasur hat ihren festen Platz in der Routine der Alltagshygiene gefunden. Auch die Intimrasur hat sich mittlerweile in fast allen sozialen Schichten durchgesetzt und gilt als durchaus gängige hygienische Maßnahme. Körperbehaarung ist im Moment einfach nicht zeitgemäß. Betrachtet man das Thema einmal über die letzten Jahrhunderte hinweg, so wird man aber durchaus feststellen, dass die Zeiten sich auch wieder ändern können. Je nach gesellschaftlicher Ausprägung wechseln die Einstellungen zum Thema Rasur immer wieder von einem Extrem ins andere.

Rasierapparate für die Nassrasur

Die Nassrasur gilt als die unbequemere und herkömmliche Variante der Natur. Obwohl sie technisch längst überholt ist, hat sie doch noch eine beträchtliche Anhängerschaft. Die Rasiergeräte für die Nassrasur kommen ohne elektrischen Antrieb aus und werden manuell betrieben. Zuvor wird – meist mit einem Pinsel – ein Rasierschaum auf dem Gesicht verteilt, der die Barthaare geschmeidiger und leichter zu rasieren macht. Anhänger der Nassrasur beschreiben sie als ein sehr männlich belegtes Ritual. Bei der Damenwelt kommt die Nassrasur vorwiegend im Bereich der Beinbehaarung zur Anwendung.

Rasierapparate für die Trockenrasur

Im Gegensatz zur Nassrasur kommt die Trockenrasur – wie der Name schon sagt – ohne zusätzlichen Rasierschaum oder andere Kosmetika aus. Da die Rasierklingen durch die Scherköpfe und deren Aufsätze geschützt werden, wird die Haut weitaus weniger beansprucht. Trotzdem kann man zur weiteren Pflege nach der Rasur ein Rasierwasser oder Rasiergel auftragen, das die Haut beruhigt und glättet. Die Trockenrasur erfolgt meist mittels eines elektrisch betriebenen Rasierapparats. Viele Geräte können zusätzlich über einen Akku oder über Batterien betrieben werden, was sich besonders auf Reisen als praktisch erweist.

Nasenhaartrimmer

Da vor allem bei männlichen Personen die unerwünschten schwarzen Haare nicht nur in der Gesichtshaut, sondern häufig auch in Nase und Ohren wachsen, wurden spezielle Rasierapparate für dieses kleine Problem entwickelt. Mit dem so genannten Nasenhaartrimmer lassen sich zu lang und zu kräftig wachsende Nasenhaare ganz einfach stutzen, und somit ein gepflegtes Äußeres erzielen. Der Nasenhaartrimmer kann auch für die Haare in den Ohren benutzt werden, sollte dann aber nur oberflächlich angewendet werden. Nasenhaartrimmer sind meist auch elektrisch oder batteriebetrieben.

Unterschiedliche Scherköpfe

Um ein möglichst optimales Rasurergebnis zu garantieren, werden immer wieder neue Scherköpfe entwickelt. In den Anfangszeiten der Rasur wurde mit einem scharfen Klappmesser rasiert, was nicht nur verletzungsintensiv sondern auch unpraktisch war. Später wurde dann die Querklinge erfunden, wie sie heute noch in den Einmalrasiereren vorhanden ist. Findige Entwickler bemerkten dann, dass sich das Rasierergebnis weiter verbessern lässt, wenn man zwei oder drei Klingen direkt hintereinander anbringt. Erst bei den elektrischen Rasierapparaten wurden diese scharfen Klingen dann hinter einer Vorrichtung verborgen, so dass sie nur noch Haare abschneiden, aber nicht mehr die Haut verletzen konnten. Der Motor des elektrischen Rasierapparats ermöglicht eine seitliche Bewegung verschiedener Klingen zueinander, so dass schnell und schonend rasiert wird. Als besonders sanft gelten die rotierenden Scherköpfe, die in 3 einzelnen Kreisen angeordnet sind. Hier rotieren sehr kleine Schermesser im Kreis herum, die ebenfalls von einem Vorbau geschützt sind.

Langhaarschneider

Die meisten Rasierapparate sind mit einem zusätzlichen Langhaarschneider ausgestattet. Dieser kann entweder zugeschaltet oder als Austauschteil aufgesteckt werden. Der Langhaarschneider wird dort benötigt, wo bereits länger gewachsene Haare gestutzt werden müssen. Er eignet sich daher nicht nur zur Trimmung und Formgebung von bestehenden Bärten, die in Form gehalten und gepflegt werden müssen, sondern kommt auch bei der Rasur von Körperbehaarung zum Einsatz. Der Langhaarschneider wird dabei meist von Herren genutzt.

Rasierapparate beim Friseur

Manche Friseure bieten auch die Dienstleistung der Rasur an. Dabei wird auf Wunsch des Kunden entweder mit einem Rasiermesser oder mit einem Rasierapparat gearbeitet. Auch zum Entfernen überschüssiger Nackenhaare und zur Formgebung der Koteletten wird der Rasierapparat heran gezogen. Im Unterschied zum Laien ist der Friseur darin geschult, mit dem Rasiermesser zu arbeiten. Der Kunde kann sich also auf eine fachmännische Ausführung seiner Rasur verlassen.

Spezielle Rasierapparate für Damen

Nicht wenige Damen haben einen leichten Bartwuchs über der Oberlippe, der als “Damenbart” bezeichnet wird. Deshalb arbeiten auch viele Damen mit Rasierapparaten zur Entfernung von Gesichtsbehaarung. Die Industrie hat sich diesem Trend angepast und spezielle Rasierapparate für Damen entwickelt. Sie sind meistens etwas leichter und eleganter, und haben ein weibliches Design. Für die Rasur der Beinbehaarung, der Achselhaare und der Intimzone werden die unterschiedlichsten Rasurmethoden angewendet. Die Beinbehaarung lässt sich gut mit dem normalen Rasierapparat entfernen. Wurde diese längere Zeit nicht getan, und ist die Beinbehaarung entsprechend stark nachgewachsen, so kommt der Langhaarschneider zum Einsatz. Für die Aufgabe der Achselrasur und der Intimrasur wurden ebenfalls spezielle Rasierapparate entwickelt. Sie arbeiten auch zuverlässig an schwer zugänglichen Regionen. In der Achselbeuge zum Beispiel ist ein anderer Winkel zur Rasur notwendig als beispielsweise am Schienbein oder im Gesicht. Deshalb haben diese Rasierer meist ein ausgeklügeltes System zum Schwenken des Rasierkopfes und garantieren eine vollständige Entfernung aller unerwünschten Haare.

Alternativen zum Rasierapparat

Im Bereich der Rasur der Körperbehaarung wird häufig auch epiliert statt rasiert. Die Epilation hat den Vorteil, dass sie länger anhält als eine Rasur. Bei der Epilation wird jedes einzelne Haar ausgerissen. Das hört sich schmerzhaft an, ist es aber meist nur bei der ersten Prozedur. Später wachsen die Haarwurzeln etwas weniger fest an und lassen sich leichter herausziehen. Die Epilation mit dem Epiliergerät erfolgt elektrisch. Dabei werden im Gerät verschiedene Rollen so gegeneinander angetrieben, dass sie ein erfasstes Haar wie eine Pinzette mitsamt der Haarwurzel ausreißen. Meist dauert es einige Wochen, bis die Haare von selbst wieder nachwachsen. Die Haarspitzen sind dabei aber sehr fein, und nicht wie bei einer Schnittrasur hart und stachelig. Mit etwas Glück wachsen nach der Epilation auch etwas weniger Haare als vorher nach. Aus diesem Grund sollte eine Epilation auch nur dort stattfinden, wo garantiert später kein Haarwuchs mehr erwünscht sein möchte. Die Epilation bietet sich sehr gut für die Entfernung der Beinbehaarung an. Im empfindlicheren Achsel- oder Intimbereich wird sie von den meisten Menschen als zu schmerzhaft empfunden.

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